Eine Woche zu Zweit

Steffi und ich werden ab heute eine Woche an Bord der Southern verbringen. Die Anreise von Erlangen nach Flensburg verlief ohne besondere Vorkommnisse innerhalb von sechs Stunden, tolle Zeit!

Nach einem kurzen Willkommenstrunk bei meinem Cousin mitsamt Familie (herzlichen Dank nochmal für die regelmäßigen Kontrollbesuche am Boot!) haben wir dann am Boot “eingecheckt” – alles soweit in Ordnung.

Zum Abschluss habe wir uns bei “Papas Imbiss” – der heißt übrigens wirklich so – unser Abendessen geholt. Gegessen haben wir dann gemütlich an Bord. Unterwegs gab es dann noch einige Blicke auf die Fernseher in den Kneipen und Cafés – Frankreich wird also unser nächster EM- Gegner, aha!

Nachfolgend wie immer noch ein paar Bilder:

Hafen – um 22:30 Uhr immer noch ziemlich hell.

Wetteraussichten zum Segeln – jeder Tag mit Windfahne, mal sehen, ob das zum verantwortungsvollen Segeln taugt.

…und ein Bild aus unserem Salon mit Southern-Duck.

8. Tag: Förde 2. Teil und Abreise

Nach Tanken und einem Morgenkaffee standen wir vor der Aufgabe unser Schiffchen bei Windstärke 4 von quer ab sicher aus der Box und dem Hafen zu kriegen. Mit einer super Leinenführung der Crew hat das ohne Probleme geklappt. Kaum aus dem geschützten Hafen heraus haben wir sofort Segel nach Flensburg gesetzt. Und da war es wieder unser altes Leid: Kreuzen was das Zeug hält. Interessant ein paar Fakten zum Wind heute: Nur mit Vorsegel schafften wir temporär 4,5 Knoten. Gerefft (Vor- und Besan) war unsere Spitze 7 Knoten.
Einen Verlust mussten wir aber beklagen, Stefans Schirmmütze (natürlich mit Namenszug unseres Schiffes) ging über Bord. Trotz mehrfacher “Mütze über Bord Manöver” war diese in der aufgewühlten See nicht mehr zu finden.
Nach mehreren echt schönen Segelstunden liefen wir in Flensburg ein. Das Anlegemanöver war schwierig, da wir auf Grund unseres Bugsprit rückwärts in unsere Box müssen und das Schiff bei frischem Wind von recht voraus bei der kleinsten Abweichung quer schlug. Nach einem fehlgeschlagenen Anlauf nutzten wir eine kurze Flaute und schoben uns in die Box. Ein guter Abschluss nach einer schönen und erfahrungsreichen Tour. Laut Logbuch haben wir zusammen knapp 125 Seemeilen runtergerissen und alles ohne wirklich kritische Situationen gemeistert. An dieser Stelle ein dickes Lob an die Crew.

Nach dem Anlegen war noch das Aufräumen und Putzen fällig. Zu allem Überfluss hat noch die Autobatterie gestreikt. Aber um ca. 2:30 Uhr heute morgen waren wir doch daheim. Deshalb habe ich den Beitrag erst jetzt geschrieben.

Bis zum nächsten mal.

Michi

Jens beim Klar Schiff machen nach dem Ablegen

Die Southern Chancer wieder im Heimathafen.

7. Tag: Förde 1. Teil

Heute sind wir bei Flaute unter Motor aus Sonderborg ausgelaufen. Ziel war es, die Förde ein Stück weit hinter uns zu bringen. Ab Beginn der Förde flaute der Wind auf und wir sind gegen fünf Uhr und Windstärke 4-5 in die Marina Minde eingelaufen. Ein sehr kreatives Anlegemanöver später konnten wir einen Anleger in der Sonne auf der Terrasse des Hafenrestaurants genießen. Die Theke der Bar ist einmalig. Danach war ein gemütliches Essen an Bord und Ausklingen des Abends im Cockpit angesagt.

Endlich Wind

Begrüßungskommitee

Anleger

Die Bar

6. Tag: Sunshine Sailing

Anders als der Titel vermuten lässt, war heute wegen Flaute tuckern unter Motor angesagt. Tagesziel war Sonderborg.
Unterwegs hatten wir viel Sonnenschein. Somit war auch wieder ein Bad in der Ostsee dabei. Immer noch kalt.
Bei der Kontrolle des Seewasserfilters haben wir einen blinden Passagier entdeckt, geborgen und über Bord geworfen.
Nachdem heute morgen beim Auslaufen das Lot schon kurzzeitig gesponnen hat, fiel es auf der Fahrt ganz aus. Also blieb nichts als es während der Fahrt auszubauen. Mit Jens Worten gesagt: Wir hatten dabei kurzzeitig einen Springbrunnen im Schiff. War aber halb so wild. Insgesamt nur ca. 5 Liter Wasser im Schiff. Nach dem Ausbau war klar, warum es gesponnen hat. Und nicht gerade schöne Rückschlüsse auf den Grad der Vermuschelung des Rumpfes drängen sich auf. Aber immerhin geht das Lot wieder. Die ebenfalls ausgefallene Logge ist immer noch defekt. Dank GPS ist das aber eher zu vernachlässigen.

Beim Einlaufen in den Stadthafen mussten wir feststellen, dass dieser voll war. Wir hatten keine Lust im Päckchen liegen und sind deshalb in die Marina ausgewichen. Sehr zu empfehlen und nicht so eng, wie es auf den Karten erscheint. Sehr schön und der Hafenmeister extrem freundlich. Nur die Sanitäranlagen sind nicht ganz so luxuriös wie die Bisherigen. Trotzdem wird der Hafen gemerkt.

Als wir abends nach Sonderborg gelaufen sind, fand ein Oldtimertreffen direkt am Hafen statt. Genau das Richtige für unseren autobegeisterten Jens. Auch ansonsten ist Sonderborg eine wunderschöne Stadt.

Blinder Passagier

On Tour

Lot mit Bewuchs

Einer der Oldtimer

Essen

Abends am Stadthafen

5. Tag: Erholung und Basteln

Nach richtig Ausschlafen heute morgen ging es an diverse Reparaturen. Nachdem die Kühlwasserpumpe sauber und der Impeller noch ganz war, hieß es Wärmetauscher zerlegen. Und siehe da, Reste der Qualle, Kalk und diverser anderer Dreck hatten hier eine Bleibe gefunden. Nachdem alles gereinigt und entkalkt war lief der erste Test ganz erfolgversprechend. Da wir das Ganze aber gemütlich angegangen sind und noch weitere kleinere Reparaturen und Verbesserungen erledigt haben, fiel der Entschluss noch eine Nacht zu bleiben. So habe ich die Gelegenheit genutzt, endlich mal die Schraube abzutauchen. Da das Wetter so warm war, habe ich das ohne meinen Neoprenanzug gemacht: Sch…. Idee. War das kalt!!!!. Aber immerhin, kein Schaden festzustellen. Allerdings zeigt sich ein deutlicher Bewuchs am Unterschiff.

Den Abend werden wir gemütlich im Cockpit ausklingen lassen und uns morgen wieder Richtung Förde vorarbeiten.

Der Wärmetauscher vor Reinigung

Blick auf den Hafen und unser Schiff am Abend

Erholung am Mittag

Wieder an Land

4. Tag: Die Qual mit den Quallen und das Kreuz mit dem Kreuzen

Heute sind wir nicht ganz so früh rausgekommen, wie gedacht. Aber nach einkaufen und so weiter sind wir doch um 10:00Uhr ausgelaufen. Vorher mußten wir noch einen Defekt am Klo beheben. Eine Qualle ist in den Seewassereinlauf geraten. Nicht gerade das, was man morgens erleben will. Eine ihrer Kameradinnen hat sich in die Kühlwasseransaugung des Motor verirrt und uns unterwegs eine erhöhte Motortemperatur beschert. Anscheinend schafft es der Seewasserfilter nicht zuverlässig diese Konsistenz zu filtern. Werden morgen das Kühlsystem säubern müssen.
Ansonsten war es ein sehr schöner Segeltag mit zeitweise sogar Sonne. Nur leider mussten wir gegen Nordöstlichen Wind kreuzen. Das Ergebnis waren stolze 31 sm und ein langer Tag. Dabei hat unsere alte Dame kurzzeitig die 6 Knoten überschritten. Wir hatten aber auch alle 3 Segel ungerefft aufgezogen.

Zielhafen des Tages war Mommark. Ein sehr schöner kleiner Hafen mit den besten Sanitärräumen die ich je gesehen habe und super freundlichem Personal. Wirklich zu empfehlen.

Unterwegs

Hafen von Mommark

3. Tag: Høruphav

Nachdem wir heute spät aufgestanden sind haben wir angesichts des regnerischen Wetters einen gemütlichen Vormittag eingelegt. Gegen 15 Uhr sind wir los und nach Høruphav gesegelt. Super Bedingung (Wind 4-5) und kein Regen. Auf dem Weg haben wir gleich noch Manöver (Person über Bord) geübt. Es klappt noch. Auch der Motor hat uns ohne Probleme aus und in den Hafen gebracht. Nur das Anlegen war wegen einer anderen Crew die ohne Signal einfach losgefahren ist und uns fast gerammt hätte etwas spannend.

Der Hafen von Høruphav ist sehr schön und die Pizzeria im Ort echt zu empfehlen.

Nun gute Nacht, morgen wollen wir eher raus.

Die Deckscrew

Steuermänner

Beim Anleger

2.Tag: Die endlose Förde

Heute haben wir gegen 8:30 Uhr abgelegt. Stefan hat uns unterweges ein super Frühstück gemacht. Selten so einen guten Smutje gehabt. Ziel war Mommark. Das Segeln bei Windstärke 3-4 war angenehm und wir hatten Gelegenheit uns an das Schiff zu gewöhnen. Leider mussten wir bei östlichem Wind beim Ausgang der Förde vermehrt kreuzen. Da es schon spät wurde sind wir in den Hafen von Gelting eingelaufen und haben den Tag mit einem reichhaltigen Abendessen mit Grillen am Steg abgeschlossen.

Ein schöner, aber anstrengender Segeltag endet.

Hier ein paar Tagesimpressionen:


Frühstück unterwegs


Stefan beim Kampf gegen die Krängung

Sonnenuntergang in Gelting

1.Tag: Vorbereitung

Heute haben wir nach dem Ausschlafen klar Schiff gemacht. Viele kleinere Ausbesserungen und Ergänzungen waren nötig. Außerdem ist Stefan heute mittag angekommen und hat mit Dani gleich das Verproviantieren
übernommen. Nach all der Arbeit noch ein deftiges Abendessen und nun gehts nach einer Dusche und einem Absacker ab in die Koje. Wir wollen morgen bald auslaufen.

Leider hab ich heute keine Bilder gemacht, aber ich denke, von unserem Schiffchen im Hafen gibt es eh schon genug Bilder. Ab morgen wird abwechslungsreicher.

Nachtrag:

In Tradition der Southern-Duck doch noch 2 Bilder:


Jens


Stefan

Anreise mit Hindernissen

Es ist soweit, der nächste Törn beginnt. Nach einer 10 Stunden langen, mit Stau gesegneten aber trotzdem lustigen, Anreise sind Dani, Jens und ich heute morgen um 4 Uhr in Flensburg angekommen.
Nachdem wir jetzt erst mal geschlafen haben werden wir klar Schiff machen und kleinere Reparaturen ausführen. Heute kommt auch noch Stefan aus Kiel dazu und dann gehts morgen los.

Michi

(Morgengrauen bei der Anreise)